Wasserstand Lockwitzbach
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Im Tal der Mühlen

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Hummelmühle bei Kreischa, 1571 bis 1989, heute Mühlenmuseum

Die Hummelmühle zwischen Kreischa und Lockwitz gelegen, wird erstmals 1571 als „Mühle unter Burgstaddel“ am Kreischaer Wasser erwähnt. Sie gehört in dieser Zeit dem Rittergut Kleinröhrsdorf an. Über die Jahrhunderte führten die Müller der Hummelmühle ein bescheidenes Auskommen. Aus dem Jahr 1813 wird berichtet, das beim Anmarsch der antinapoleonischen Truppen die Mühle schwer in Mitleidenschaft gezogen wird. Erst zwei Jahre später konnten diese Zerstörungen  beseitigt werden

Panorama Hummelmühle

1858 kauft Julius Hermann Opitz die Mühle mit zwei steinernen Mahlgängen am Lockwitzbach. Das Anwesen bestand aus einer Scheune, dem Wohnhaus und einem Mühlengebäude. Diese werden in den Jahren 1869 bis 1874 grundlegend erneuert. Zu dieser Zeit führt ein offener Mühlgraben zum Wasserrad. Am Ende der Rekonstruktion wird zusätzlich eine Dampfmaschine aufgestellt. Die Wasserkraft bleibt aber weiterhin Hauptenergiequelle. Dafür spricht, das 1888 der untere Teil des Mühlgrabens durch ein Wasserrohr ersetzt wird. Zehn Jahre später folgt ein zweites Rohr. Das ist die Grundlage um 1914 das Wasserrad durch eine Fransic- Turbine von der Firma Voith zu ersetzen.

Auf zwei steinernen Mahlgängen wird das Getreide bis 1900 gemahlen, danach werden diese durch einen Walzenstuhl ersetzt. Die Anforderungen an die Mühle steigen weiter und es werden bis 1950 drei weitere Walzenstühle der Firma GROSSE aus Lohmen i. Sachsen aufgestellt.

Wie bei vielen Getreidemühlen gab es auch in der Hummelmühle eine Bäckerei. Das Brot war sehr begehrt und wurde anfangs mit Pferdewagen, später mit Lastkraftwagen in das Umland geliefert. Die kleine Bäckerei konnte nur mühsam die steigenden Nachfrage befriedigen und so wurde 1958 das letzte Brot gebacken. Als Fladenbäckerei, das wird für Semmelmehl benötigt, ist die Bäckerei bis 1986 weiter in Betrieb.

Walzenstuhl

Turbine

Mischer

Bis 1989 arbeitet die Mühle noch  als Mischfutterwerk für die LPG Borthen (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft). Nach 1992 findet  das gesamte  Anwesen  neue Eigentümer. Diese sanieren anschliessend schrittweise den Gebäudekomplex. Jahre später, im Jahr 2002 gründet sich er Mühlenverein Hummelmühle e.V mit dem Ziel, die Mühle der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im Rahmen der Festwoche “160 Jahre erste deutsche Kaltwasserheilanstaltalt” € in Kreischa wird das Mühlenmuseum Hummelmühle 2004 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Ziel des Mühlenvereins ist erfüllt und so löste sich dieser 2015 wieder auf. Das Mühlenmuseum kann aber bei vorheriger Anmeldung weiterhin besichtigt werden.

 

Reklame Hummelmühle

Auf der nächsten Seite lesen sie eine Sage über Pumphut in der Hummelmühle.

 

Öffnungszeiten des Mühlenmuseum:

Das Mühlenmuseum Hummelmühle Kreischa hat keine festen Öffnungszeiten. Sie können aber vorher einen Termin mit der Hummelmühle Lockwitz GmbH vereinbaren um das Mühlenmuseum zu besichtigen.

Sie erreichen das Museum:

Lockwitzgrund 25
01731 Kreischa OT Hummelmühle

 

  • Telefon: 035206/23737
  • Telefax: 035206/30293

Pfingstmontag, zum Mühlentag hat das Museum geöffnet.

 

Mühlenstandort Hummelmühle:

 Wasserrad Trans Google Maps

 

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Letzte Aktualisierung: 14.11.2018 I Impressum