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Im Tal der Mühlen

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Niedersedlitz, seit 1950 Stadtteil von Dresden

Niedersedlitz, wird erstmals 1350 als „Sedelicz“, urkundlich erwähnt. Von Anfang an herrschten die Burggrafen von Dohna, später die Ritter vom Gut Gamig bei Dohna  und das Geschlecht der v. Carlowitz aus Kreischa über das kleine Bauerndorf. Lange Zeit besaß das kleine unbedeutende Dorf keine eigene Schule, keine Bäckerei, keinen Gasthof und lag postalisch „bei Lockwitz“.

Im März 1805 führte die sächsische Regierung die Schulpflicht gesetzlich ein. Niedersedlitz besitzt zu jener Zeit immer noch keine eigene Schule. Daher mussten die wenigen Kinder weiter bis 1875 in die Nachbargemeinde Leuben zur Schule gehen. Erst 1875 wird eine eigene Schule für 54 Schüler eröffnet, die jedoch schnell zu klein wird. Mehrfach gibt es Erweiterungen, die letzte fand 1910 ihren Abschluss, da betrug die Schülerzahl bereits 550 Schüler.

Seit 1569 bestand für die Bauern in Sachsen ein vom Kurfürst erlassener Mahlzwang. Damit wurde erreicht das alle Mühlen mehr oder weniger Arbeit hatten. Gleichzeitig konnten die Beamten des Kurfürsten die Müllern und Pächtern besser kontrollieren. Es konnte sichergestellt werden dass alle zu entrichtenden Abgaben auch im vollen Umfang und pünktlich entrichtet wurden. Erst nach Aufhebung dieses Mühlzwangs im Jahr 1841 entstanden die Windmühle und die Dankelmann Mühle.

Gruß aus Niedersedlitz 1904-2010

Durch die Eisenbahnstrecke Dresden-Prag, eröffnet 1845, besitzt Niedersedlitz eine günstige wirtschaftliche Verkehrsanbindung nicht nur für den Warenverkehr. Bereits im gleichen Jahr wird mit dem Bau des Bahnhofes Niedersedlitz begonnen. Entlang der Bahnstrecke stehen ausreichende Flächen zur Verfügung, um ungehindert große Industrieansiedlungen entstehen zu lassen. Stellvertretend für viele seien hier das Sachsenwerk vormals Kummer und Co. sowie die Chemische Fabrik Otto Kaufmann und die Firma Höntsch & Co. genannt. Damit die Beschäftigten schnell zu den Industrieansiedlungen gelangen wird 1899 die Dresdner Vorortbahn Laubegast-Leuben-Niedersedlitz als Meterspurige Strassenbahn eröffnet. Eine Erweiterung erfährt die Strassenbahn 1906, wo die Linie über Zschachwitz nach Kleinschachwitz (bis 1932) an die Elbe verlängert wird. Im gleichen Jahr eröffnet ebenfalls die Meterspurige Lockwitztalbahn über Lockwitz nach Kreischa (bis 1977) ihren Fahrbetrieb.

Die zahlreichen Betriebe ermöglichen eine rasche Entwicklung vom Bauerndorf zur Industriegemeinde. Das belegen die Einwohnerzahlen, 1834 zählte man 253 Einwohner; 1910 waren es schon 3053 und 1936 gar 6905 Einwohner.

Im Jahr 1922 werden die Nachbargemeinde Groß- und Kleinluga nach Niedersedlitz eingemeindet. Der Ort vor den Toren Dresdens entwickelt sich kontinuierlich weiter und kann seine Selbstständigkeit noch bis 1950 behalten. Erst danach wird Niedersedlitz nach Dresden eingemeindet.

weitere Informationen:

Wasserrad Trans  www.dresden-und-sachsen.de

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Letzte Aktualisierung: 08.06.2017 I Impressum