Willkommen im Lockwitztal

Im Tal der Wassermühlen

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Letzte Aktualisierung: 17.03.2024
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Niederfrauendorf, drei Mühlen

1.

Niedere Mühle mit einem Mahlgang, 1641 bis 1892 abgebrannt

1.1 Mühle zur Stromerzeugung, 1930 bis 1942, Mühlteich, oberschlächtige Wasserrad,

ca. 2,50m Durchmesser, 1m breit

Beim Bau der Talsperre Lehnmühle (1927 bis 1931) im Osterzgebirge wurde die Steinbrückmühle abgerissen. Das Wasserrad war in einen guten Zustand und so entschloss sich die Familie Göhlert das Wasserrad nach Niederfrauendorf umzusetzen. Sie wollten ein kleines Wasserkraftwerk errichten. Dazu legten sie einen Mühlteich an und installierten einen 24Volt Gleichstrom- Dynamo. Der somit erzeugte Strom wurde zur Beleuchtung des gesamten Grundstückes verwandt. Das Wasserrad verfiel schneller als erwartet und so wurde bereits 1942 der Betrieb wieder eingestellt. Später nach 1945 wurden die Reste des oberschlächtigen Wasserrades ausgebaut. Der Mühlteich existierte bis 2002, das August Hochwasser hatte die Bachführung so verändert, das heute der Teich vom Wasserzulauf der Lockwitz abgeschnitten ist und trocken liegt.
Wasserrad zur Stromerzeugung

2. Mittlere Mühle mit zwei Mahlgängen, 1669 bis 1951 in Betrieb, oberschlächtiges

Wasserrad, zuletzt als Richter`s Mühle bekannt

3. Obere Mühle mit zwei Mahlgängen, 1669 bis 1945 Betrieb eingestellt, 1955 zu Wohnhaus umgebaut

Messtischblatt 5148 von 1934
Der abgebildeten Plan ist eine Auszug aus einem Meßtischblatt “Dippoldiswalde Blatt 5148 von 1934”

3.1 Feinmechanischen Werkstatt im Oberdorf besass ein oberschlächtiges Wasserrad, von 1928 bis 1949

Die feinmechanische Werkstatt der Familie Friebel lag hinter dem Cafe Waldhaus. Zusätzlich zum Cafe betrieben die Friebels eine kleine Tankstelle gleich neben der Schmiede. Beim Hochwasser 1934 wurde die Schmiede und die daneben liegende Tankstelle verwüstet. Nach den Aufräumungsarbeiten wird die Tankstelle demontiert und nicht wieder eröffnet. Das Cafe Waldhaus mit Tankstelle und Schmiede ist mit einer Brücke über den Lockwitzbach erreichbar. Zwischen Cafe und dahinter liegender Werkstatt fließt das Rote Wasser hindurch. Der Mühlgraben führt das Wasser vom Stauwehr des Roten Wassers hinter der Werkstatt zum oberschlächtigen Wasserrad. Hier war ein Dynamo angeschlossen um Ökostrom für die Maschinen und Werkstatt zu erzeugen.
Im Jahr 1950 wird die feinmechanische Werkstatt geschlossen, das Wasserrad demontiert und das Gebäude zum Wohnhaus umgebaut. Bis in den August Hochwasser 2002 existierte noch der Mühlgraben, danach wurde er verfüllt.

weitere Informationen:

Cafe Waldhaus mit Werkstatt